Hunde Baden?

In meinem Salon Fellschnitt-Werk wird jeder Hund vor dem Frisieren mit  wohl temperiertem Wasser gebadet. Nur so kann ich höchste Qualität in Sachen moderne Frisuren und Sauberkeit bieten z. B. des eines Pudels oder Bichon Frisé zudem dient dies auch zur Hygiene. Ich verwende stets Pflegeprodukte höchster Güte der Firma Pro Groom, denn statistisch gesehen neigen  Hunde zu mehr Allergien und Hautirritationen auf Chemie als auf Naturprodukte. 


Gilt das auch heute noch? 

Gelegentlich hört man noch die Meinung, dass Hunde nicht zu oft gebadet werden sollen. 

Auch wir Menschen waren noch vor wenigen Jahrzehnten dieser Meinung. In der modernen Gesellschaft jedoch, wäscht man sich die Haare alle ein, zwei oder drei Tage. Warum ist das unbedenklich? 
Unsere Haut und Haare haben sich nicht verändert. Viel mehr hat die Industrie ihre Produkte an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Auch in der Hundepflege ist das so. Ich benutze dahingehend moderne Pflegeprodukte auf Naturbasis, wohlwissend, dass diese erheblich teurer sind. 

Warum von Hand Schneiden?

Bei zu kurzem Abscheren kommt es bei einigen Hunderassen immer wieder zu der häufig beschriebenen bekannten
Post-clipping Alopecia.
Dabei handelt es sich um eine durch das Abscheren des Fells verursachte krankhafte Haarlosigkeit, einer irreversiblen Krankheit.  Das tritt vorwiegend bei Hunderassen mit Unterfell (Unterwolle) auf. Wenngleich die Entstehung noch nicht vollständig bekannt ist, wird sie in der Literatur meist so erklärt: Infolge des Abscherens (z.B.  Sommerschur) und der damit abhanden gekommenen Schutzfunktion des Fells, führt die Sonnenstrahlung zu einer vermehrten Erwärmung der Haut, wodurch die Kapillaren (feinste Blutgefäße) im Bereich der Haarwurzeln in Mitleidenschaft gezogen werden (mögliche Folgen daraus sind z. B. Mangeldurchblutung bis hin zur Verödung der kleinen Blutgefäße).

Was ich bewusst nicht tue - 

und aus gutem Grund

Die Analdrüse

Das routinemäßige Entleeren der Analdrüsen klingt auf den ersten Blick harmlos, kann jedoch langfristig durchaus problematische Folgen nach sich ziehen. Die Beurteilung, ob die Drüse in ihrer Funktion Unterstützung benötigt oder nicht, liegt außerhalb meines Wissens- und Kompetenzbereiches- schlichtweg weil ich es nicht gelernt habe. Allein ein Tierarzt verfügt über die fundierte Ausbildung, um zu erkennen ob eine Behandlung notwendig ist - und er verfügt über Mittel, diese fachgerecht und gefahrlos vorzunehmen.

Die Zähne
Ebenso halte ich es mit den Zähnen: Alles, was über die einfache Pflege hinausgeht -  wie das putzen - gehört in die erfahrenen Hände des Veterinärmediziners. 
Therapeutische Maßnahmen, insbesondere das Entfernen von Zahnstein, sehe ich ganz klar außerhalb meines Zuständigkeitsbereiches. 
Man bedenke, wie viele Jahre ein Tierarzt studiert- und das gewiss nicht ohne Grund. Zudem ist es mir als Hudefriseurin weder erlaubt noch möglich, schmerzlindernde oder gar betäubende Verfahren einzusetzen. Wer schon einmal eine Ultraschallreinigung beim Zahnarzt erlebt hat, der weiß, wie empfindlich insbesondere die Zahnhälse sind und wie schmerzhaft ein unkundiges Vorgehen sein könnte. 
Die Folge einer unvollkommenen Zahnsteinentfernung im Hundesalon liegt auf der Hand: Beläge werden nicht vollständig beseitigt, die Zahnoberflächen bleiben rau und bilden damit einen idealen Nährboden für neue Ablagerungen. Das unverzichtbare Polieren der Zahnflächen - welches eine glatte, widerstandsfähige Struktur schafft - kann und darf ich in meinem Salon nicht vornehmen. So geht es also nicht um guten Willen, sondern um fachliche Verantwortung. Und ich persönlich halte es für eine Selbstverständlichkeit, diese Verantwortung nicht zu überschreiten. 
Den Hand aufs Herz: würden Sie Ihrem Friseur erlauben, an Ihren eigenen Zähnen eine medizinische Behandlung vorzunehmen? Vermutlich nicht. 
Und aus genau diesem Grunde vertraue ich bei solchen Fragen ausschließlich auf den Tierarzt.